Ausgangspunkte meiner Arbeiten sind zum einen Plastik-Materialien der Alltags-Umgebungen, beispielsweise als Verpackungen von Gemüse oder Teilen von Druckerpatronen, Handycovers, Patronenhülsen, Nylonstrümpfen, Armierungsnetzen an Baustellen oder Spielsachen, zum andern natürliche Dinge wie Katzenhaare, Meersalz, Mohn- und Senfsamen, Rhabarberstängel oder von Wellen rundgewaschene pflanzlichen Röhren.
Spontane Entscheidungen und Zufall bestimmen dann die Auswahl aus den angedeuteten und unübersehbar vielfältigen Dingwelten.
Die aus konträren Sphären stammenden Elemente verbinde ich in verschiedener Weise miteinander.
Eine Verbindungsform kann die mit thermoplastischem Polyurethan (PUR) sein. Dieses schmilzt bei ca. 70 Grad Wärmezufuhr, erkaltet umgehend und wird in kurzer Zeit wieder fest. Es ist ein Verfahren, mit dem ich die Entstehung von „Plastiglomerat“ spielerisch nachahme. Der Name steht für eine gesteinsartig festgewordene, chaotische Zusammenballung von Plastik- und Naturteilen, die die Geologin Patricia Corcoran 2006 im Pazifik entdeckte, wo heißes Wasser die zufällig angeschwemmten, bzw. vorhandenen Dinge verschmelzen konnte. Corcoran definierte die entstandenen Gebilde als neuartige Gesteinsart, die neben anderem kennzeichnend für das „Anthropozän“ sei (siehe Wikipedia).
Das medial veröffentlichte Wissen um die Verbreitung von zerkleinertem Plastik in praktisch allen Salz- und Süßgewässern, in vielen Tierkörpern, im Boden, in der Luft und womöglich in uns selbst finde ich schockierend. Es verändert zwar das rein physische Sehen nicht, aber meine Wahrnehmung als geistig verarbeitendem Vorgang schon.
Die folgende Auseinandersetzung mit den gewählten Materialien und ihren Eigenheiten ist spielerisch, folgt aber auch einem Konzept, das zu Veränderung bzw. Erweiterung der Wahrnehmung scheinbar gesicherter Bedeutungen und Funktionen führen kann.
Ein weiterer wichtiger Arbeits-Aspekt ist das ständige und offene Experimentieren, das immer mit dem Risiko des Scheiterns verbunden ist. Eine Hauptrolle spielt dabei die Improvisation. Da ergibt sich der Anreiz zum nächsten Thema oft schon durch Probleme und Fragen während des Arbeitens und kann sogar von einem Gestaltungsbereich zu einem ganz anderen führen: Objekte, Installationen, Collagen, Assemblagen, Fotos und deren digitale Bearbeitungen physischer Motive, die nur im Internet existieren. Was noch nicht heißt, dass eine Bilddatei durch ein Ausdruck-Verfahren und seine Weiterbearbeitung nicht wieder zurück in die analoge Welt geführt wird. So wechseln sich Material und Immaterielles ab, vermischen und durchdringen sich in einen offenen Möglichkeitsraum.
„Tonne“ im Museum der Stadt Zerbst (G), 2023
10 Jahre Kunststipendiaten des Landkreises Esslingen, Steingießerei im Kulturpark Dettinger (G), 2002
„Toto, Schwarzpausen, „IDEAL“, Kunstverein Nürtingen (E), 2002
„Art a la Mode“, Modehaus Kögel, Esslingen (G), 1999
„Mixed Media“, Galerie im Heppächer, Esslingen (G), 1998
„Grenzenlos“, Ottheinrichsbau Heidelberg, Neue Sächsische Galerie Chemnitz, Jindrichuv Hradec/Schloss, (Tschechien) (G), 1996
„GrundRisse“, Villa Dettinger, Plochingen (E), 1995
„Kunst gegenwärtig“, Galerie der Stadt Sindelfingen (G), 1994
„Zeit-Bruch“, Galerie unterm Turm, Stuttgart (G), 1994
Künstlerbund Baden-Württemberg, Städtische Galerie Schwarzes Kloster, Freiburg, 1992
„Kunsthaus Nürnberg“ (E), 1991
„Kreuzungen“, Galerie im Heppächer (E), 1991
Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstverein Mannheim (G),1991
„Zeichnung“, Künstlerbund Baden-Württemberg, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (G), 1989
„Kunst aus dem Südwesten“, Städtische Galerie „Fähre“ Saulgau (G), 1988
Haus der Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart (E mit Hiroshi Tsuji), 1987
Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg, Göppingen, Pforzheim, Balingen, Lahr, Biberach, Aalen, Gaggenau, Selestat (Frankreich) (G), 1986/87
“Bewerber um das Märkische Stipendium (Zeichnung) (G), Städtische Galerie Lüdenscheid (G), 1986
Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstverein Ulm (G), 1986
„Mobilien“, Selbsthilfegalerie Krämerstraße, Esslingen (mit Ingrid Eberspächer u. Matthias Kunisch) (E), „Bahnwärterhaus“, Galerie der Stadt Esslingen, 1986
„Forum junger Kunst“, Museum Bochum u. Städtische Galerie Wolfsburg (G), Künstlerbund Baden-Württemberg, Galerie der Stadt Esslingen, 1985
Künstlerhaus Stuttgart (E), 1984
„Kulturkreis Riedlingen“ (E), 1983
Kunstverein Esslingen (E mit Helmut Stromsky), 1982
*(E=Einzelausstellung, G=Gruppenausstellung)
Grafische Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart
Galerie der Stadt Esslingen, Villa Merkel
Museum Ulm
Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen
„Sammlung Kirchheim“, Kirchheim unter Teck
OEW Biberach
Kreiskunstsammlung Esslingen
Kreiskunstsammlung Biberach
Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden Württemberg, 1985
Atelierstipendium des Landkreises Esslingen für den “Dettinger Kulturpark”, Plochingen, 1992–95
an der Fritz-Ruoff Schule Nürtingen, 1986–2016
Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1971–82
Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart, 1971–77
Freie Kunst (als Gast) bei Rudolph Schoofs, 1979–82
Ausgangspunkte meiner Arbeiten sind zum einen Plastik-Materialien der Alltags-Umgebungen, beispielsweise als Verpackungen von Gemüse oder Teilen von Druckerpatronen, Handycovers, Patronenhülsen, Nylonstrümpfen, Armierungsnetzen an Baustellen oder Spielsachen, zum andern natürliche Dinge wie Katzenhaare, Meersalz, Mohn- und Senfsamen, Rhabarberstängel oder von Wellen rundgewaschene pflanzlichen Röhren.
Spontane Entscheidungen und Zufall bestimmen dann die Auswahl aus den angedeuteten und unübersehbar vielfältigen Dingwelten.
Die aus konträren Sphären stammenden Elemente verbinde ich in verschiedener Weise miteinander.
Eine Verbindungsform kann die mit thermoplastischem Polyurethan (PUR) sein. Dieses schmilzt bei ca. 70 Grad Wärmezufuhr, erkaltet umgehend und wird in kurzer Zeit wieder fest. Es ist ein Verfahren, mit dem ich die Entstehung von „Plastiglomerat“ spielerisch nachahme. Der Name steht für eine gesteinsartig festgewordene, chaotische Zusammenballung von Plastik- und Naturteilen, die die Geologin Patricia Corcoran 2006 im Pazifik entdeckte, wo heißes Wasser die zufällig angeschwemmten, bzw. vorhandenen Dinge verschmelzen konnte. Corcoran definierte die entstandenen Gebilde als neuartige Gesteinsart, die neben anderem kennzeichnend für das „Anthropozän“ sei (siehe Wikipedia).
Das medial veröffentlichte Wissen um die Verbreitung von zerkleinertem Plastik in praktisch allen Salz- und Süßgewässern, in vielen Tierkörpern, im Boden, in der Luft und womöglich in uns selbst finde ich schockierend. Es verändert zwar das rein physische Sehen nicht, aber meine Wahrnehmung als geistig verarbeitendem Vorgang schon.
Die folgende Auseinandersetzung mit den gewählten Materialien und ihren Eigenheiten ist spielerisch, folgt aber auch einem Konzept, das zu Veränderung bzw. Erweiterung der Wahrnehmung scheinbar gesicherter Bedeutungen und Funktionen führen kann.
Ein weiterer wichtiger Arbeits-Aspekt ist das ständige und offene Experimentieren, das immer mit dem Risiko des Scheiterns verbunden ist. Eine Hauptrolle spielt dabei die Improvisation. Da ergibt sich der Anreiz zum nächsten Thema oft schon durch Probleme und Fragen während des Arbeitens und kann sogar von einem Gestaltungsbereich zu einem ganz anderen führen: Objekte, Installationen, Collagen, Assemblagen, Fotos und deren digitale Bearbeitungen physischer Motive, die nur im Internet existieren. Was noch nicht heißt, dass eine Bilddatei durch ein Ausdruck-Verfahren und seine Weiterbearbeitung nicht wieder zurück in die analoge Welt geführt wird. So wechseln sich Material und Immaterielles ab, vermischen und durchdringen sich in einen offenen Möglichkeitsraum.
„Tonne“ im Museum der Stadt Zerbst (G), 2023
10 Jahre Kunststipendiaten des Landkreises Esslingen, Steingießerei im Kulturpark Dettinger (G), 2002
„Toto, Schwarzpausen, „IDEAL“, Kunstverein Nürtingen (E), 2002
„Art a la Mode“, Modehaus Kögel, Esslingen (G), 1999
„Mixed Media“, Galerie im Heppächer, Esslingen (G), 1998
„Grenzenlos“, Ottheinrichsbau Heidelberg, Neue Sächsische Galerie Chemnitz, Jindrichuv Hradec/Schloss, (Tschechien) (G), 1996
„GrundRisse“, Villa Dettinger, Plochingen (E), 1995
„Kunst gegenwärtig“, Galerie der Stadt Sindelfingen (G), 1994
„Zeit-Bruch“, Galerie unterm Turm, Stuttgart (G), 1994
Künstlerbund Baden-Württemberg, Städtische Galerie Schwarzes Kloster, Freiburg, 1992
„Kunsthaus Nürnberg“ (E), 1991
„Kreuzungen“, Galerie im Heppächer (E), 1991
Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstverein Mannheim (G),1991
„Zeichnung“, Künstlerbund Baden-Württemberg, Württembergischer Kunstverein, Stuttgart (G), 1989
„Kunst aus dem Südwesten“, Städtische Galerie „Fähre“ Saulgau (G), 1988
Haus der Kunststiftung Baden-Württemberg, Stuttgart (E mit Hiroshi Tsuji), 1987
Stipendiaten der Kunststiftung Baden-Württemberg, Göppingen, Pforzheim, Balingen, Lahr, Biberach, Aalen, Gaggenau, Selestat (Frankreich) (G), 1986/87
“Bewerber um das Märkische Stipendium (Zeichnung) (G), Städtische Galerie Lüdenscheid (G), 1986
Künstlerbund Baden-Württemberg, Kunstverein Ulm (G), 1986
„Mobilien“, Selbsthilfegalerie Krämerstraße, Esslingen (mit Ingrid Eberspächer u. Matthias Kunisch) (E), „Bahnwärterhaus“, Galerie der Stadt Esslingen, 1986
„Forum junger Kunst“, Museum Bochum u. Städtische Galerie Wolfsburg (G), Künstlerbund Baden-Württemberg, Galerie der Stadt Esslingen, 1985
Künstlerhaus Stuttgart (E), 1984
„Kulturkreis Riedlingen“ (E), 1983
Kunstverein Esslingen (E mit Helmut Stromsky), 1982
*(E=Einzelausstellung, G=Gruppenausstellung)
Grafische Sammlung, Staatsgalerie Stuttgart
Galerie der Stadt Esslingen, Villa Merkel
Museum Ulm
Regierungspräsidien Stuttgart und Tübingen
„Sammlung Kirchheim“, Kirchheim unter Teck
OEW Biberach
Kreiskunstsammlung Esslingen
Kreiskunstsammlung Biberach
Kunsterziehung an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart, 1971–82
Kunstgeschichte an der Universität Stuttgart, 1971–77
Freie Kunst (als Gast) bei Rudolph Schoofs, 1979–82
an der Fritz-Ruoff Schule Nürtingen, 1986–2016
Arbeitsstipendium der Kunststiftung Baden Württemberg, 1985
Atelierstipendium des Landkreises Esslingen für den “Dettinger Kulturpark”, Plochingen, 1992–95